Segelflugbundesliga mit Verzögerung gestartet

Bericht von Rolf Engelhardt

Fliegerklub konnte in der 2. Runde gut punkten.

Nachdem aufgrund der Corona Schutzmaßnahmen jeglicher Vereinsflugbetrieb ab Mitte März deutschlandweit nicht möglich war, wurde der eigentliche Start der Segelflugbundesliga zum Wochenende 18/19. April abgebrochen. Aufgrund der positiven Entwicklung der Fallzahlen in Deutschland ist ein Flugbetrieb ab Anfang Mai unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln nun wieder möglich und somit wurde der Start der Bundesliga auf das Wochenende 30/31. Mai verschoben und läuft nun verkürzt an 13 aufeinander folgenden Wochenenden bis zum 22./23. August 2020.

Letztes Jahr hat der Fliegerklub Brandenburg sein zweitbestes Ergebnis der seit zehn Jahre andauernden Zugehörigkeit zur Segelflugbundesliga mit dem vierten Gesamtplatz von 30 Teams erreicht. Dieses Jahr gilt es nun, an diesem guten Abschneiden anzuknüpfen und aus den besonderen Bedingungen das Beste zu machen.

In der ersten Runde am Wochenende 30./31. Mai konnte der Fliegerklub nur einen „Mitmachpunkt“ mit Platz 27 erringen. Der jeweilige Rundensieger erhält 20 Punkte und jeder nachfolgende Platzierte einen Punkt weniger, so dass die Teams auf den Plätzen 20-30 jeweils nur einen Rundenpunkt bekommen. Bei der ersten Runde war das Wetter im Westen und Süden Deutschlands einfach besser, so dass trotz Durchschnittsgeschwindigkeiten der Brandenburger von bis zu 108 km/h auf den 2,5 Stunden Wertungsflugzeit unser Team nicht gegen die Schnitte der anderen Vereine (bis zu 155 km/h) ankamen.

In der zweiten Runde am Wochenende 6./7. Juni war das Wetterglück auf unserer Seite. Während am Samstag nur zwei Piloten der Brandenburger es schafften Wertungsflüge bei schwierigem Wetter mit lokalen Schauern einzureichen, konnte am Sonntag ein kleines Wetterfenster von vier Piloten genutzt werden. Die schnellsten Schnitte gelangende dabei die für Brandenburg fliegenden Berliner Lothar Dittmer (99 km/h) und Rolf Engelhardt (96 km/h). Ergänzt wurde dieses Team durch die gebürtige Brandenburgerin und Jungmutter Sarah Drefenstedt (75 km/h), welche noch kurz vor dem Start ihren Säugling stillte und dann dem Kindsvater zur Betreuung anvertraute. Hier zeigt sich, dass der Fliegerklub Brandenburg die geeigneten Bedingungen bietet, Familie und Flugsport in Einklang zu bringen. Das Dreierteam erreichte den neunten Tagesrang und 12 Punkte. Damit verbesserte sich der Fliegerklub Brandenburg auf den 17. Gesamtrang in der noch jungen Bundesligasaison.