Während der Meister in der Fußball-Bundesliga schon feststeht, begann am letzten Aprilwochenende in der Segelflug-Bundesliga gerade erst der Kampf um den Meistertitel 2026. Hier wird auch der Fliegerklub Brandenburg (FKB) wieder bei 19 Wochenendrunden bis Ende August mitmischen. Ziel der Brandenburge ist wieder ein Tabellenplatz in der oberen Tabellenhälfte. Das war in 2025 mit Platz 4 (von 25) in der Endwertung sehr gut gelungen.
Erzielt werden die Ergebnispunkte in Brandenburg recht oft von älteren und damit sehr erfahrenen Wettbewerbspiloten. In diesem Jahr verzeichnet der Verein nun viele neue Mitglieder, die manchmal schon mit 14 Jahren mit der Flugausbildung beginnen. Darüber freut sich Ausbildungsleiter Herbert Horbrügger: „In ein paar Jahren werden einige neue Flugschüler nach Lizenzerwerb auch schon in der Bundesliga mitmischen – das könnte das Team sicher deutlich verjüngen.“ Und so lag der Schwerpunkt auf dem Flugplatz Brandenburg Mühlenfeld am letzten Samstag bei der Anfänger- und Nachwuchsschulung. Die süddeutschen Vereine konnten alldieweil bei besserem Frühlingswetter schon Liga-Punkte einsammeln

Im örtlichen Fliegerklub hatte man letztendlich auf den Sonntag gesetzt und der begann mit kalter, klarer Frühlingsluft bei herrlichem Sonnenschein. Schnell war ein Dreiecksflug mit Wendepunkten in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt als Aufgabe gefunden. Herbert Horbrügger, Max Michaelis und Lothar Dittmer flogen die ca. 500 km lange Strecke gemeinsam in 5 Stunden und sorgten damit für die Basis der Teamwertung des FKB. Komplettiert wurde das Vereinsergebnis durch schnelle Flüge über polnischem Terrain von Rolf Engelhardt (111 km/h) und Elena Yakymchuk (96 km/h). Beide waren am Sonntag auf einem zentralen Wettbewerb in Sachsen gestartet.
Mit diesem Saisonstart und einem daraus resultierenden 8. Platz in der Tabelle ist man in der Havelstadt recht zufrieden. Die süddeutsche Konkurrenz aus Königsdorf in Bayern war in den Bergen deutlich schneller unterwegs gewesen und hatte den Rundensieg für sich geholt. Erfahrung der letzten Jahre zeigt jedoch: Der lokale Wettervorteil der Alpenregion zu Saisonbeginn kann sich im August schnell in einen Nachteil wandeln. Und in einem Aspekt unterscheiden sich die Bundesligen der verschiedenen Sportarten kaum: Nur der Verein, der in möglichst vielen Runden beständig Punkte sammelt, landet letztendlich in der Tabelle ganz vorn.