Wie in so vielen Sportarten und auch sonst im Leben repräsentiert das sportliche Ergebnis nicht immer die eigene Leistung.
So flogen die Piloten des Fliegerklub Brandenburg in dieser Woche bei schwül-heißer Luft wirklich beachtlich weite Strecken unter entsprechend inhomogenen und handwerklich sehr fordernden Bedingungen. Trotzdem flogen gleich mehrere Piloten bis tief in die Lausitz und kehrten mit knapp 500 geflogenen Kilometern am Abend sicher zurück. Dabei waren sie jedoch nicht besonders schnell. Erreicht wurden nur um die 90 km/h von Matthias Kaese und Michael Schopka im Doppelsitzer sowie Ines Engelhardt im Einsitzer. Die größte Streckenwertung flog Johannes Regente mit knapp 400 km, dabei jedoch als flächige Dreiecks-Strecke, die mit mehr Punkten bewertet wird.
Nach einigen Tagen Hitze kochte das Wetter schließlich über. Mit dem Einfließen neuer, stabil geschichteter und damit weniger geeigneter Luftmassen aus dem Nordwesten sowie der alten, durcherhitzen Luftmasse im Bereich Brandenburg bis Fläming galt es, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.
Besonders erfolgreich konnte Johannes Regente die Bedingungen nutzen und erreichte mit einem 115-km/h-Bundesligaschnitt im knappen Zeitfenster am späten Nachmittag entlang der lokalen Wolkenstraßen im durcherhitzten Lokalraum ein starkes Ergebnis.


Wolkenstraßen über Brandenburg.
Das alles mündete aber eben leider nur in einem einzigen „Mitmachpunkt“ für den Fliegerklub in der fünften Runde der Bundesliga und RundenPlatz 20 von 25. Damit fällt der heimische Fliegerklub etwas ab, auf den 14. Gesamtplatz von eben 25 bundesweit teilnehmenden Vereinen. Wir sind jedoch sehr optimistisch durch weiterhin großes Engagement, uns, wie so oft, über die Saison wieder weiter hoch zu arbeiten.
Bericht von Johannes Regente