Das letzte Wochenende in Brandenburg war sonnig, warm und windig. Beim Segelflug eignet sich solch ein
Wetter recht gut für die Ausbildungs- und Schulflüge. Für die nordostdeutschen Segelflieger lieferte es
aber leider keine guten Voraussetzungen, um in der Bundesliga zu punkten.
Schlechte thermische Aufwinde sind für den Fliegerklub Brandenburg (FKB) kein Grund, nicht in der
Bundesliga an den Start zu gehen. So wurden am Samstagmorgen 6 weiße Segler von der Seilwinde an den
Himmel über die Havelstadt geschleppt.
Mit mäßigem Erfolg: 2 Brandenburger Piloten mussten wegen fehlender Aufwinde gleich wieder auf dem
Flugplatz Mühlenfeld landen. Die anderen machten sich auf den Weg nach Süden, wo bessere
Wetterbedingungen vorausgesagt waren. Joachim Haase absolvierte als Newcomer in der Mannschaft
einen Vielecks-Flug um 4 Wendepunkte. Er erreichte so in viereinhalb Stunden eine Strecke von 278
Kilometern. Mit durchschnittlich 74 km/h legte er damit den Grundstein für die Ligawertung des
Wochenendes, die dann letztendlich von 3 Vereinskameraden mit ähnlichen Flügen komplettiert wurde.
Recht viel Aufwand und anstrengende Flüge führten aber leider nicht zum gewünschten Rundenerfolg. Das
Wetter im Süden der Republik ist in diesem Frühsommer deutlich besser und das spiegelt sich dann auch in
den Ergebnislisten mit einem starken Süd-Nord-Gefälle.

Der FKB erreichte an diesem Wochenende lediglich
Rundenplatz 16. Dafür gab es nur einen einzigen Punkt, der ab Platz 15 in der mit 25 Vereinen besetzen
bundesweiten Liga verteilt wird. Für solch einen „Mitmachpunkt“ hatte es leider auch nur in der
vorangehenden Runde gereicht. Mit dem aktuellen 10. Platz in der Gesamt-Tabelle ist man deshalb beim
Fliegerklub zuerst einmal gut bedient. Bis Ende August verbleibt noch genug Zeit, diese Platzierung zu
verbessern.

Winde befördert das Segelflugzeug in wenigen Minuten auf 400 Meter Ausklinkhöhe