Abfliegen 2018

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Für den 21.10.2018 war kaum Steigen vorhergesagt. Dem entsprechend klein war die Mannschaft am Sonntag zum Briefing.Trotz vorabendlicher Geburtstagsfeier von Rebecca und ihren Gästen im Vereinsgebäude waren unsere Jugendlichen beim Abrüsten des ASTIR und der
DG 300 kräftig dabei.
Von den Mitgliedern im fortgeschrittenen Alter wurde die ASK 21 anschließend ebenfalls im Anhänger verstaut.
Die Slingsby-Haltergemeinschaft wollte vor dem Abrüsten noch einmal in die Luft.
Somit bekam mein Windendienst für den letzten Flugbetriebstag des Jahres noch einen Sinn.
Mathis und Arne erklärten sich bereit die Seile mit dem Opel von der Winde zum Start zu ziehen und dort den Flugleiter Klaus Tiedemann zu unterstützen.
Kurz darauf gab Klaus um 12:06 Uhr (noch Sommerzeit) den ersten Start der Slingsby T21 mit Uwe Wolf und Henry Prenzlow frei.
Im Anschluß an diesen fünf minütigen Flug konnte Mathis mit Henry sowie Arne und Klaus mit Uwe das Slingsby-Flug-Erlebnis genießen.
Im Laufe des Tages entwickelten sich, gegen alle Vorhersagen, Cumulus in herbstlicher Basishöhe.
Henry löste mich auf der Winde ab. Somit kam ich in den Genuß mit Uwe den letzten Segelflugstart des Jahres an unserem Flugplatz zu erleben.
Nachdem ich an der Startstelle zum Einsteigen in die „Offene Klasse“, Slingsby mit Windschutzscheiben für Pilot und Co., bereit war, kam Christoph 35 von einem abgebrochenen Rettungseinsatz in Richtung Brandenburg zurück.
Der Pilot des Hubschraubers fragte bei Klaus den Überflug von Ost nach West an.
Da es keine weiteren Flugbewegungen am Platz gab, erteilte Klaus die Freigabe für Christoph 35.
Mit Highspeed die 28 entlang und über dem Beetzsee in Richtung Marienberg abgeschwenkt – ABFLIEGEN war ja angesagt.
Nun kletterte ich zu Uwe, mit meinem Fotoapparat „bewaffnet“, in den englischen Doppelsitzer.
Nachdem Klaus die Startmeldung an Henry auf der Winde durchgegeben hat, ging es zügig auf 480 m über den Flugplatz.
Wir glitten im kühlen Herbstwind zu einer der inzwischen von NO nach SW aufgereihten Wolkenstruktur. In ca. 250 m Höhe dort angekommen, steigt das Vario auf +0,5 und nach einigen Vollkreisen sogar bis auf 1,8 m/s Steigen. So konnten wir mit der zeitweiligen Zentrierhilfe eines Bussards bis auf 600 m Höhe steigen.
Danach kurvte Uwe nach Westen ab – die Slingsby sollte ja noch in den Hänger.
Im Blauen zwischen zwei Wolkenreihungen ging es dann mit -2 m/s rasch der Landung auf unserer 28 entgegen.
Mit einer langen Landung, nach 24 Minuten Flugzeit, war ein schöner Herbsttag mit eindrucksvollem Höhengewinn zu Ende gegangen.

Vielen Dank an die Haltergemeinschaft der Slingsby T21!

Martin Vater, BC

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