Kaltfront triff subtropische Warmluft

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Seit Tagen waberte die warme und träge Luftmasse über Ostdeutschland. So auch Samstagvormittag als 6 Bundesligapiloten bei schweißtreibenden Temperaturen die Flugzeuge zusammenbauen, Wasser tanken und gegen Mittag im engen Cockpit Platz nehmen um die nächsten 5 Stunden bei mehr als 35 Grad Außentemperatur mit einem Rennen am Himmel zu beginnen. Getrieben durch das Wissen, dass die herannahende Kaltfront am späten Nachmittag die träge Luftmasse labilisieren würde und es zur Ausbildung von Wolkentürmen kommen wird, kämpfte man sich erst einmal in Richtung Niederlausitz vor. In der Gegend des Kraftwerkes Boxberg entscheiden sich die Piloten dann den Kurs Richtung Nordwest zu ändern, um der von Westen heranrückende Kaltfront entgegen zufliegen. Mit Rückenwind führte der Flugweg über Finsterwalde – Lübbenau nach Bad Belzig. Dort erreichte man nun den heimischen Flämig, der erst schwach aber dann immer stärker labilisierte. An Brandenburg und Genthin vorbei gelang einer schneller Flug Richtung Stendal. Vor sich die auftürmenden Wolkenmassen der Kaltfront. Allerorten großflächige Hebungsgebiete der Luftmasse erhöhten die Durchschnittsgeschwindigkeit. So konnten Herbert Horbrügger (Spandau) auf ASG 29 und Matthias Kaese (Nauen) DG 800S mit 126 km/h eine genau auf das Wetter abgestimmte Leistung abliefern. Zeitgerecht vor Eintreffen der heftigen Gewitter in Brandenburg waren die Sportgeräte wieder in Hallen und Anhängern  gesichert. Was für ein beeindruckendes Erlebniss der Wettkampf mit den Naturgewalten und unter höchster körperlicher Belastung hinterließ. Den dritten Flug mit 91 Km/h lieferte Martin Vater (Schmergow). Am Sonntag dann wieder das alte Bild einer überalterten warmen Luftmasse über Ostdeutschland. Damit wieder diese bekannte Pause in Brandenburg. Dafür konnte unser Junior Julius Gäde (Königs-Wusterhausen) auf LS 8 am Sonntag noch einen drauf setzen, indem er bei der Deutschen Meisterschaft der Junioren auf der Schwäbischen Alb einen 103 km/h Schnitt ablieferte.  Der Sonntag” verhagelte” dann mit bestem Wetter südlich der Mainlinie den Optimismus und die gute Stimmung der Brandenburger Piloten vom Samstag. Am Samstag war man sich sicher nahezu alles richtig gemacht zu haben und das der Platz 2 schwer zu toppen sei. Am Sonntagabend musste dann erkannt werden, dass es lediglich für den Rundeplatz 9 reichte! Dennoch Gesamtplatz 18, 3 Wochenenden vor Saisonschluss. Die Erstklassigkeit sollte zu halten sein.

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