DM Frauen 2018

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10 von 11 Wertungstagen, bei durchschnittlichen Tagestemperaturen von min. 35 Grad. Schon von den Randbedingungen war die Deutsche Meisterschaft der Frauen und gleichzeitig Qualifikationswettbewerb für die Deutsche Seniorenmeisterschaft in Lachen-Speyerdorf (Pfalz), ein sehr besonderer Wettbewerb. Die teilnehmenden Brandenburger Ines Engelhardt, Benedikt Sindermann, Johannes Regente und Sarah Drefenstedt wurden durch das Team um Max Michaelis und Familie Engelhardt unterstützt. Jeder Pilot hatte verschiedene Tricks, um mit der Hitze umzugehen. Kalte Lappen und Handtücher wurden über Kopf und Nacken getragen, mehrmaliges Duschen vor dem Start durchgeführt und schattenspendende Konstruktionen an allen relevanten Orten installiert. Wer hat was draus gemacht? Johannes: Da an fast jedem Tag sehr hohe Schnittgeschwindigkeiten geflogen wurden, war es für Johannes mit dem älteren Fluggerät Ventus bt schwierig, vorne mitfliegen zu können. Am schwachen Thermiktag nutze er jedoch die Gelegenheit für einen Tagessieg und konnte sich insgesamt auf Platz 13 fliegen. Die pfälzischen Weinvorräte im Camp Brandenburg wurden damit so langsam aufgefüllt. Ben: Unser Goldkehlchen Benedikt erflog sich mit einem sehr frischen Flugstil mehrere vordere Plätze in den Tageswertungen (auch einen Tagessieg). An entscheidenden Tagen war das Risiko jedoch zu hoch gewählt worden, sodass zwei Tage viele Punkte kosteten. Als Resultat konnte Benedikt einen sehr guten 9. Platz erfliegen, aber leider ohne Qualifikation. Während des Bergfestes beglückte Ben übrigens das Publikum mit ein wenig Gesang, von diesem alle sehr angetan waren. Ines und Sarah: Natürlich gab es für uns Frauen Ines und Sarah ein wenig Druck von außen, die schonmal erreichten Ziele zu reproduzieren. Wir waren zuversichtlich, dass das möglich ist, wenn wir keine großen Fehler einbauen. Ines wurde Klassensprecherin der Clubklasse und vor viele Herausforderungen der Wettbewerbsleitung gestellt. Insbesondere nach mehreren extrem heißen Wettbewerbstagen ohne Ruhetag, musste hier interveniert werden. Der Teamflug funktionierte in großen Teilen sehr gut und so konnten wir stetig vordere Plätze einnehmen. Wir sind mit relativ geringer Risikobereitschaft geflogen, was uns ein bisschen die Geschwindigkeit nahm, jedoch auch Kräfte schonte und das Risiko eines Absetzers minimierte. Jedoch blieben natürlich bei der Hitze und so vielen anstrengenden Flugtagen die Fehler nicht aus. Während sich eines Tages Ines mit Navigationsproblemen umherschlug, so habe ich ein paar Mal unterschiedlichste Endanflugprobleme gehabt. Die Gesamtpunktzahl blieb so ähnlich. Am vorletzten Tag sind wir davon ausgegangen, dass es eine Außenlanderallye wird und wir flogen die Sektoren weit aus. “Leider” kamen alle rum, sodass wir nochmal allerhand Punkte verloren. Wir waren in der Frauenwertung jedoch weiterhin knapp vorne. Wir durften uns jedoch auch am letzten Tag keine Fehler erlauben, damit wir dort bleiben konnten. Der letzte Tag war ein Renntag. Das ist unser Wetter und daher waren wir zuversichtlich mit unserer eigenen Stärke nach vorne fliegen zu können und das haben wir auch unabhängig von anderen erfolgreich getan. Nach 10 sehr anstrengenden Wertungstagen war die Mission der Titelverteidigung erfüllt und wir waren sehr glücklich. Platz 1. und 2. für Sarah und Ines, Platz 3. für Angelika Mayr. In der Qualiwertung liegen wir auf Platz 5 und 6. Wir sind beide für die Deutsche Meisterschaft der Senioren in 2019 qualifiziert und für die WM der Frauen im Januar 2020 in Australien. Vielen Dank an die Unterstützer!

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