9. Runde Bundesliga 2017

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Fliegerklub Brandenburg startet Aufholjagd mit Rundensieg

 

Die bisherige Saison in der 1. Segelflugbundesliga lief schwierig an für den Fliegerklub Brandenburg e.V., denn das Wetter zeigte sich im Osten Deutschlands bisher nicht von seiner besten Seite an den Wochenendtagen und zahlreiche Piloten des Vereins waren auf zentralen Wettbewerben unterwegs, sodass die Flüge nicht für die Bundesliga optimiert werden konnten. Am Ende der Runde 8 war der Verein daher auf Platz 25 gerutscht und damit im Bereich der Abstiegsplätze gelandet.

Für die 9. Runde waren für das ganze Bundesgebiet gute Aufwinde vorhergesagt und so starteten deutschlandweit zahlreiche Flieger – knapp 2000 gemeldete Streckenflüge deutschlandweit am WE. Am Samstag war der thermisch bessere Tag und die hochmotivierten Brandenburger Piloten konnten die Wolkenstraßen von Wolfsburg bis zur polnischen Grenze nutzen. Herbert Horbrügger (Spandau) flog in 2 ½ Stunden entlang von Wolkenreihungen vom Harz bis nach Cottbus (117km/h) kam jedoch trotz dieser tollen Leistung, aufgrund des Flugzeugindexes, nicht in die Wertung der schnellsten 3 Piloten des Vereines. Das Clubklasseteam, mit den weniger leistungsfähigen Flugzeugen, Rolf Engelhardt (Berlin) / Julius Gäde (Wildau) konnte hervorragend die richtigen Linien treffen und sich perfekt ergänzen und konnte über 2 ½ Stunden einen Durchschnittsgeschwindigkeit von 107 km/h zurücklegen (Platz 2 und 3). Den schnellsten Bundesligaflug in ganz Deutschland konnte mit 130km/h Sarah Drefenstedt zur Wertung beisteuern, die nach der gerade beendeten Weltmeisterschaft einen sehr guten Trainingsstand aufweisen konnte.

Mit diesen Flügen konnte sich der FKB den Rundensieg holen und auf den 21. Tabellengesamtplatz vorrücken, womit der Abstiegsbereich zunächst sicher verlassen ist.

Am Sonntag waren die Aufwinde nicht sichtbar und der Himmel war fast wolkenlos, sodass an diesem Tag keine höheren Schnittgeschwindigkeiten erzielt werden konnten. Dafür gab es meteorologische Phänomene, die die Segelflieger nutzen konnten. Durch Winde mit unterschiedlicher Richtung und Stärke kam die Luftmasse in Schwingung und so kamen einige Piloten in den Genuss auf sogenannten Wellen zu surfen, die es ihnen ermöglicht höher zu steigen als sonst.

(Johannes Regente)

JR201706HD

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